
In vielen Diskussionen über Bildung und Wachstum sieht man oft einige scheinbar korrekte, aber zu leichtfertige Forderungen, wie zum Beispiel die Forderung, dass Eltern sich erst einmal selbst 'in Ordnung bringen' müssen, oder dass Lehrer Schüler voll und ganz verstehen müssen, als ob komplexe Probleme gelöst werden könnten, solange die persönliche Einstellung nur gut genug ist.
Diese Art von Aussagen ignoriert oft eine entscheidende Tatsache: Erwachsene in der Realität befinden sich ebenfalls in einem konkreten sozialen Umfeld und haben ihre klaren Belastungsgrenzen. Die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, in denen einige der immer wieder zitierten 'Erfolgsgeschichten' von Übersee-Chinesen und ihren Familien über Generationen hinweg stattfanden, unterscheiden sich erheblich von der Realität, mit der die meisten chinesischen Familien heute und über Generationen hinweg konfrontiert sind. Dieser Unterschied kann nicht einfach durch das Identitätslabel 'auch chinesischer Abstammung' ausgelöscht werden.